Donnerstag, 28. Juli 2011

fundstück: 29 kreativitätstechniken.

Manchmal klemmt es. Die Gründe sind vielschichtig und können extrem nervend sein. Vielleicht hilft eine dieser 29 Ideen weiter:

Mittwoch, 27. Juli 2011

fundstück: russland in farbe. vor 100 jahren.

Zwischen 1909 und 1912 zog der russische Fotograf Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii mit Unterstützung des Zaren aus, um Fotos von Russland zu machen. Die Ergebnisse kommen durch eine (für mich) komplizierte Technik zustande. Sie sind erstaunlich und wirken nicht, als seien sie bereits 100 Jahre alt. 

The Boston Globe zeigt 34 dieser Fotos in seiner Online-Ausgabe, eine Auswahl:




Quelle der Fotos und weitere sind hier zu bestaunen: The Boston Globe

wortfeilchen

PS: Der Boston Globe bietet die Übersetzung seiner Texte an. Überraschend sind auch hier die Ergebnisse - ein Vergleich:



Freitag, 22. Juli 2011

frische bücher: design-duden zu deutscher rechtschreibung & grammatik.


Quelle: http://www.duden.de/presse/das-pure-vergnuegen-fuer-den-schreibtisch

Viele Wörter fallen mir spontan zu den beiden Hübschen ein: pur, schlicht, formschön, wunderbare Farben, handliches und praktisches Format, Flexcover mit Prägung, abgerundete Ecken, Banderole und dazu auch noch Wissen - für mich Liebe auf den ersten Blick. Das sind sie, die beiden Design-Duden, die im August erscheinen und uns die Regeln der Rechtschreibung und Grammatik näherbringen.

Duden pur – Deutsches Wörterbuch, so heißt der gelbe Band. Er enthält 47 000 Stichwörter und erklärt in konzentrierter Form die wichtigsten orthografischen Grundregeln anhand von vielen anschaulichen Beispielen und Infokästen.

Duden pur – Deutsche Grammatik, das ist der orange Band. Er erklärt in kompakter Form alles Wichtige zur Grammatik der deutschen Sprache und gibt einen Überblick über gutes und richtiges Deutsch anhand von Tabellen und vielen Beispielen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich den Duden täglich zur Hand nehme. Möglicherweise ist es auch meine Schwäche für Bücher. Eigentlich ist es egal, denn ich hatte noch keine Gelegenheit reinzuschauen, den Einband zu streicheln, über die Seiten zu fahren und vielleicht die Typografie zu bewundern. Aber ich werde. Spätestens im August.

wortfeilchen

PS. Werte Frau Alexandra Hahn aus dem Verlagsbereich Wörterbuch und Sachbuch, ich wäre wirklich gar nicht böse, wenn ich vorab ein Rezensionsexemplar erhalten würde - ich kann es nämlich kaum erwarten!

Donnerstag, 21. Juli 2011

rechtschreibung: die sache mit dem knowhow.

Spricht man von Erfahrung, Wissen und Kenntnissen, kann man diese in einem Wort zusammenfassen, nämlich Knowhow. Nimmt man es ganz genau, so versteht man unter Know-how auf Forschung und Erfahrung beruhendes Wissen, wie man eine Sache praktisch umsetzt oder anwendet.

Der Inhalt ist schon mal geklärt, bleibt der Ursprung und die Schreibweise.

Die Herkunft ist einfach zu klären: Knowhow ist ein waschechter Anglizismus, den man mit Wissen, wie etwas zu tun ist übersetzen kann.

Knowhow ist ein Substantiv, weshalb man es natürlich großschreibt. Es bekommt den Artikel das vor die Nase gesetzt, weil es sächlich ist. Üblicherweise wird es in der Einzahl verwendet, also das Knowhow.

Die deutsche Rechtschreibung bietet zwei korrekte Schreibweisen an, nämlich Knowhow und Know-how. Know How ist ebenso falsch wie Know-How oder knowhow, ergo geht es so nicht:


Knowhow wird gerne kombiniert: Knowhowtransfer bzw. Know-how-Transfer, die Übermittlung oder Weitergabe von Wissen ist so ein Beispiel. Auch die vertragliche Vereinbarung, durch die der Lizenzgeber dem Lizenznehmer sein Know-how zur Verfügung stellt, also juristisches Zeug ist eine solche Mischung und ergibt kurz die Knowhowvereinbarung bzw. Know-how-Vereinbarung.

wortfeilchen

PS. Ich könnte Julian von Heyl, den Großmeister von korrekturen.de fragen; denn er weiß bestimmt ganz genau, seit wann sich Knowhow so schreibt und ob es sich jemals anders schrieb.

Sonntag, 17. Juli 2011

fundstück: spiritousen.


In einer gutbürgerlichen Gaststätte, die seit mehr als 60 Jahren eine Institution in Bochum ist, traf ich auf diese Schreibweise des Wortes Spirituosen - lediglich ein Buchstabendreher, hoffe ich zumindest.

Unter Spirituosen versteht man alkoholische, geistige und starke Getränke, Alkohol und Alkoholika. Umgangssprachlich nennt man Spirituosen harte Sachen, scharfe Sachen, Stoff oder Sprit.

Das Wort Spirituosen ist ein Fremdwort, dass im 18. Jahrhundert in unseren Sprachgebrauch kam und anfangs Spirituosa lautete. Es geht auf das lateinische Substantiv Spiritus zurück, was so viel wie Hauch, Lufthauch, Atem, Leben, Seele oder Geist bedeutet. Von dort gelangte es in das Französische, wurde relatinisiert und erreichte deutschsprachige Gefilde.

wortfeilchen

PS. Esprit, Aspirant, Inspiration und Spiritismus sind mit den Spirituosen verwandt.

PPS. Eine anderes Thema ist die Frage, warum sich Uerdinger Wacholder mit Dehnungs-e schreibt, aber ü ausspricht.

Montag, 11. Juli 2011

in eigener sache: neues zuhause in bochum gesucht.


Ruhiges Akademikerpaar (nämlich mein Mann und ich), ohne Kinder, sucht ab 1.9.2011 oder 1.10.2011 eine Wohnung zur Miete oder ein Haus zur Miete in Bochum. Die Wohnung zur Miete in Bochum oder das Haus zur Miete in Bochum sollte mindestens 100 qm und 4,5 Zimmer haben, darf auch gerne größer sein. Eine Wohnküche (ab 15 qm), ein nicht zu kleiner Balkon oder eine Terrasse mit ein wenig Garten, ein Bad mit Badewanne (lieber noch ein Gäste-WC dazu) und eine Garage (mit Stromanschluss) sind ebenfalls wichtig. Wir möchten niemanden über uns wohnen haben, der uns auf dem Kopf rumtrampelt. Wir möchten ruhig, aber zentral (nicht direkt an einer Hauptverkehrsstraße) wohnen und eine gute Anbindung an ÖPNV haben.

Die Zusammenfassung für die Wohnung zur Miete/Mietwohnung oder das Haus zur Miete/Miethaus in Bochum:

Wichtig:
  • 4,5 Zimmer, gerne mehr (ab 100 qm)
  • Bad mit Badewanne, gerne Fenster im Bad
  • Wohnküche (ab 15 qm)
  • Großzügiger Balkon/Terrasse (muss nicht Südseite sein, gerne Westen/Nordwesten)
  • Fußläufige Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
  • Infrastruktur fußläufig erreichbar
  • Keller/Abstellflächen/Speisekammer/Hauswirtschaftsraum
  • Garage mit Strom
Gerne:
  • Ungewöhnlich und individuell
  • Altbau
  • Hinterhaus
  • Gewerbeobjekt (mit Eisenträgern)
  • Loft/Halle
  • Ehemaliger Betrieb/Handwerksbetrieb
  • Über mehrere Etagen
  • Wohnung mit separatem Büro/Werkstatt
  • Reihenendhaus
  • Doppelhaushälfte
  • Renovierungsbedürftig (Planung/Umbau/Renovierung, weil mein Mann Architekt ist und wir beide was können)
Geht gar nicht:
  • Laminat in der gesamten Wohnung
  • Hellhörig, dünne Wände und Decken
  • Übermäßig hässliche Holzpaneele an Decken und Wänden
  • Laute, feierfreudige Nachbarn
  • Eine reine Maisonette- oder Dachwohnung, wo nur Dachschrägen vorhanden sind
  • Wohnung komplett zu Hauptverkehrsstraße gelegen
  • Eine Kirche nebenan, eine Kneipe im Haus, ein Spielplatz vorm Haus
  • Hochhaus, nicht mehr als 3 Etagen ohne Aufzug
  • Luxusobjekte mit Chichi, Blingbling und ganz viel Komfort
  • Ein Reihenmittelhaus
  • Makler und Courtage
Bevorzugte Stadtteile:
  • Innenstadt/Innenstadtnähe
  • Altenbochum
  • Wiemelhausen
  • Stadtpark
  • Grumme
Auf keinen Fall Langendreer, Werne, Wattenscheid, Stiepel oder sonstige Stadtteile, die weit vom Schuss liegen.

Wann:

Ab September/Oktober 2011

Bitte telefonisch unter 0234 51 646 18 bei mir melden oder gerne auch via E-Mail unter info(at)wortfeiler.de.
 
wortfeilchen

Montag, 4. Juli 2011

aus dem alltag einer deutschschweizerisch-deutschen beziehung: blache.

Gerade flog eine Blache an mir vorbei.
Was?
Es ist total windig, eine Blache fliegt hier rum.
Eine was?
Eine Blache.
Was fürn Ding?
Eine Blache!!
Ja, ich habe Dich verstanden, aber was zum Henker ist eine Blache?
Du kennst keine Blache?

Die Auflösung:

Quelle: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/blache

Althochdeutsch blaha und mittelhochdeutsch blahe bezeichnen eine grobe Leinwand, eine Decke oder Wagendecke. Das dänische Wort blaar und das schwedische Wort blånor zeigen heute noch die Verwandtschaft an und bezeichnen Abfall von Hanf oder Flachs bzw. Werg.

Nicht geklärt ist, seit wann das Wort Plane im Sprachgebrauch unterwegs ist. Die Bezeichnung Plane ist noch gar nicht so alt, erst im 19. Jahrhundert hat sie sich in der Schriftsprache durchgesetzt. An sich logisch, dass man in der mittelhochdeutsch geprägten Deutschschweiz sprachlich in vergangenen Zeiten weilt.

wortfeilchen

PS. In Österreich heißt eine Plane übrigens Plache.