Mittwoch, 31. März 2010

anne grüne seite.

Gerade jetzt, wenn da draußen die Natur eigentlich den Frühling präsentieren sollte, hört man sie hin und wieder, die Redewendung Komm an meine grüne Seite. Sie sagt aus, dass man jemanden sehr mag und zu sich einläd.

Fragt sich nur, wo ist eigentlich diese grüne Seite und warum ist sie grün?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, nämlich im Mittelalter wurden Farben Bedeutungen zugeordnet, eine so genannte Farbensymbolik war angesagt. Grün kennzeichnete den Anfang einer Liebe bzw. die Liebe an sich, dementsprechend ist die grüne Seite die Seite der Lebenskraft, des Herzens. Darum heißt die Redewendung nicht nur Komm an meine grüne Seite, sondern auch Komm an meine Herzensseite.
   
wortfeilchen

Montag, 29. März 2010

wennse weiß watte wills, musse machen datte hinkomms.

Gitte Härter, von mir sehr geschätzt, weil sie so klug und humorvoll ist, ist Teil von unternehmenskick.de. Logisch, dass ich ihren Newsletter abonniert habe, denn die Tipps sind nicht nur zahlreich, sondern eben auch unterhaltsam und erfrischend. Pünktlich jeden Montag flattert mir der immer lesenswerte Newsletter in mein Postfach und es kommt eigentlich nie vor, dass ich ihn nicht lese. 

Heute geht es um den Bereich Erfolgsprinzipien - ein weites Feld, das man vielseitig beackern kann. Sinnvoll ist es, vor ungeplanten Aktionen zu klären, wie der eigene Aktivitätsgrad überhaupt aussieht. Anschaulich und einfach erläutert hilft dies weiter:


wortfeilchen

PS. Ich sehe mich übrigens als sehr aktiv, wobei ich nicht ganz ins Schema passe, weil ich (zum Glück) nicht über Auftragsmangel klagen kann und neue Kunden von allein zu mir kommen. Danke übrigens!

Donnerstag, 25. März 2010

twitter: followfriday mal anders, der maschinistin sei dank.

Seit fast einem Jahr treibe ich mich nun bei twitter rum. Egal, was man davon nun hält oder auch nicht, ich für meinen Fall durfte in der Zeit den ein oder anderen Menschen besser kennenlernen, viel lachen, lernen, seufzen und auch nachdenken - möglich ist eine Menge.

Der Freitag gehört den Empfehlungen. Man empfiehlt dem twitteruniversum besonders bemerkenswerte Twitterer, die man selbst sehr mag und schätzt. Eigentlich ist dies meist eine rein visuell unspektakuläre Sache - außer man ist die Maschinistin, denn dann sieht das so aus:


Und wenn man besonders gut ist, dann steht man, wie in diesem Fall ich, ganz weit oben, wird rot vor Freude, dankt der Maschinistin und fragt sich, welchem Teil der Technik man eigentlich entspricht?

 

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Sonntag, 21. März 2010

rechtschreibung: manch, manche, mancher, manches.

Manch steht meist allein und ist ein attributiv gebrauchtes Indefinitivpronomen, weil man damit eine unbestimmte Anzahl einer größeren Menge beschreibt. 

Aber manch einer oder manch eine und auch so mancher weiß nicht genau, ob man es nun groß oder klein geschrieben wird. Dabei ist es egal, ob man so manchen Ort, manche Stunde oder manch gute Idee meint, denn manch, manche, mancher und auch manches wird immer und generell klein geschrieben.

Etymologisch stammt manch aus dem Mittelalter, bzw. von dem mittelhochdeutschen Wort manec, was viel bedeutet. Das sehen wir heute noch an den Worten mannigfach oder mannigfaltig.

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Freitag, 19. März 2010

eine post, zwei posten?

Manchmal frage ich mich Dinge, die der Duden nicht beantworten kann. Vielleicht muss man manches einfach hinnehmen, aber genau das fällt mir ab und an dann doch schwer und ich schweife ab:

Es gibt die Post - aber wie lautet der Plural?

Schlage ich im Duden das Wort Post nach, erhalte ich zahlreiche Ergebnisse. Diese gehen von Postmoderne, postembryonal, Postglazial über posttraumatisch bis postalisch und Postabholer. 

Was mir aber fehlt, ist die Post an sich. Da bekomme ich lediglich die Information, dass der Begriff Post auf das lateinische Wort posta, nämlich die Wechselstation von Pferden und Boten, zurückgeht. Dieser festgesetzte Aufenthaltsort hieß halt posta, was wiederum auf posita statio oder mansio zurückgeht. Im 15. Jahrhundert wurde die gesamte Beförderungseinrichtung als poste ins Französische und als Post ins Deutsche übertragen.

Im 16. Jahrhundert kam der Postbote dazu, im 17. das Postamt, im 19. die Postanweisung und die Postkarte, aber keine Spur, warum es für diesen feststehenden Ausdruck Post eigentlich keine Mehrzahl gibt.

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PS. Eigentlich könnte man schon eine Post, zwei Posten sagen - was vielleicht sogar offiziell völlig korrekt ist, sich aber meinem Wissen entzieht - denn die Etymologie unserer Post geht auf den festgelegten Stand- bzw. Aufenthaltsort zurück. 

PPS. Geht doch , hier der Beleg mit Dank an Bernhard!

Mittwoch, 17. März 2010

predators.

Am 8. Juli 2010 ist es so weit, mein Lieblingsalien, der Predator präsentiert sich endlich wieder in einem Film namens Predators. Der letzte Auftritt war nicht besonders prickelnd, aber es scheint endlich wieder spannend zu werden:


... und dann sind da noch ein paar Szenen, die aus dem neuen Film Predators stammen und mich reichlich verwirren und amüsieren:


wortfeilchen

PS. Ja, ich weiß, ich werde wieder alleine ins Kino müssen oder wer will freiwillig?

süße texte & gesetzte schokolade.

Edel und stilvoll wirken sie. Wunderschön ausgearbeitet ebenfalls. Und lecker dazu. Typolade heißen sie, verbinden Schokolade und Typographie. Die Philosophie: Dem Erlesenen verschrieben.


Sie erinnern an die aussterbende Kunst des Schriftsetzens und versprechen Abwechslung in 48 Punkt. Traditionell als gespiegelte Variante à la Gutenberg oder leserichtig werden sie angeboten, aber immer aufwendig handgegossen. Buchstaben, die auf der Zunge zergehen.


Eine schöne Idee, die hoffentlich viele Freunde findet, denn mir fallen spontan viele Gelegenheiten ein - den Machern übrigens auch:



Bestellbar hier.

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PS. Gefunden bei Tina.

Dienstag, 16. März 2010

test: chakren



You Are the Heart Chakra





You are loving, kind, and empathetic. You feel for the world, and you truly value peace.

You have many close relationships, and you work hard to make them harmonious.

You are accepting and understanding. You are tolerant of all sorts of viewpoints, even if you don't agree with them.

You are very forgiving. When you love someone, your love is unconditional.

Montag, 15. März 2010

kreative werbung: durex

Ja, vielleicht ein Thema, das dem ein oder anderen rote Ohren beschert, aber selbst Kondomhasser werden zugegeben müssen, dass sich durex wirklich etwas einfallen lässt, um Kondome schmackhaft zu machen - eben kreative Werbung, die Spaß macht:




Quelle der Ads.

Freitag, 12. März 2010

zappenduster.

In der Stadt kommt es eher selten vor, da leuchten die Straßenlaternen durch die Nacht, Werbeschilder ebenso - so richtig dunkel ist es nie. Aber ich kenne die tiefschwarze Dunkelheit, in der man kaum mehr die Hand vor den Augen sieht; zum Beispiel aus zahlreichen Urlauben in der nordischen Hemisphäre. Da ist es stockduster, stockdunkel oder stockfinster. Aber woher kommen diese Ausdrücke?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren und das düstere Mittelalter stattfand, hießen Gefängnisse Stockhäuser. Diesen Ausdruck kennt der Duden bereits nicht mehr, wahrscheinlich ist der Ausdruck Stockhaus ein verlorenes Wort. So ein Stockhaus bestand aus kleinen, fensterlosen Zellen, in denen es sehr sehr dunkel, halt stockdunkel war. Darum verglich man, wenn man etwas sehr Dunkles beschreiben wollten, diese Dunkelheit mit der in einem Stockhaus. Seitdem gibt es ebenfalls den Begriff Stockdunkelheit. Im Laufe der Zeit machten sie unsere Adjektive stockfinster, stockdunkel und stockduster selbstständig und gingen ohne Rückfragen in unseren Sprachgebrauch über. 

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PS. Fragt sich jetzt nur, woher zappenduster kommt.

Montag, 8. März 2010

eigenlob: unser witten 2020 - stadtentwicklung im dialog.

Es gibt Aufträge, die rein optisch mehr wirken als andere. So ein Projekt ist Unser Witten 2020 - Stadtentwicklung im Dialog.

Der Hintergrund: 
Die Nachbarstadt Witten brachte Bürgerinnen & Bürger, Politik & Verwaltung sowie Wirtschaft & Wissenschaft zusammen, um gemeinsam Interessen, Vorstellungen und Perspektiven zu bündeln und umzusetzen. Engagierte Diskussionen, innovative Ideen, kritische Umfragen und ambitionierte Pläne durchzogen arbeits- und ereignisreiche Wochen, Monate und Jahre zwischen 2006 und 2008. 

Das Ergebnis: 
Ein Stadtentwicklungskonzept, ein Flächennutzungsplan (FNP) und Stadtteilrahmenpläne als gemeinsam entwickelte Handlungsperspektive mit einem einfachen Grundgedanken: Gemeinsam Witten nach vorn zu bringen und zusammen die Zukunft der Stadt zu gestalten - und das kreativ, zupackend, innovativ und dynamisch.

Unser Projekt:
So ein Flächennutzungsplan ist ein recht formales Planwerk, das sich nach vielen Richtlinien und Bestimmungen richtet. Dabei besitzt er Übersichtscharakter und zeigt Ziele, die formuliert und erreicht werden müssen. 

Unser Job: Den FNP graphisch und textlich angenehm und professionell aufzubereiten und vorzustellen, was uns eindeutig gelungen ist.

Eine unserer Aufgaben war ein Plakat, welches das offizielle Erscheinen unseres FNPs verkündet. Konzept/Entwurf - also der Bereich Grafik stammt von bensanto - visuelle kommunikation. Mein Beitrag ist die Überschrift Sieben Stadtteile. Ein Plan. - perfekt, wie wir finden.


 
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PS. Urheberrechte der Fotos: Stefan Becker.

PPS. Vielen Dank für die offene und sehr angenehme Zusammenarbeit mit der Stadt Witten.

weltfrauentag 2010.

Wieder ein Jahr rum. Zeit, um erneut auf die Wichtigkeit des internationalen Frauentages und die erschreckende Benachteiligung von Frauen hinzuweisen:

Weltweit leiden Frauen unter Genitalverstümmelung, werden zur Heirat gezwungen, entführt und systematisch vergewaltigt - weiterhin.

Frauen erhalten etwa 23 Prozent weniger Einkommen, als Männer in vergleichbaren Positionen. Regional heißt dies für Bochum, dass Frauen zwar fast immer qualifizierter sind, sich aber nebenbei mit der Kinderbetreuung rumschlagen müssen, denn die Möglichkeiten sind begrenzt - weiterhin. 

Auch wenn sie einen Job ergattern, ist es meist ein schlechtbezahlter Teilzeit- oder Minijob und sie haben bis zum heutigen Tag dieses Jahres kostenlos gearbeitet - weiterhin.

Besonders in Entwicklungsländern werden Frauen massiv daran gehindert, eine Ausbildung, überhaupt Bildung zu erhalten - weiterhin.

Werfen wir doch mal einen Blick auf so ein Entwicklungsland. Dazu müssen wir diesen Blick nicht weit schweifen lassen, denn es passiert nicht nur bei uns, sondern auch direkt vor unserer Haustür: Südlich von uns liegt ein kleines, verschlafen anmutendes Land, dass den europäischen Gegebenheiten hinterherhinkt. Richtig, ich spreche über die Schweiz. Ein kleines, vielleicht anmaßendes Land, denn auch hier werden Frauen schmählich vernachlässigt.

Ähnlich wie bei uns, sieht die Verfassung gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit vor und seit 1996 gibt es ein Gleichstellungsgesetz, was nicht viel bedeutet, denn die männlichen und weiblichen Schweizer interessiert es nicht sonderlich. 

Frauen zu Tiefstpreisen lautet der beschämende Titel der Publikation, die feststellt, dass weibliche Angestellte in der Schweiz etwa 25 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen. Akademikerinnen trifft es noch härter, denn sie dürfen sich mit 30 Prozent weniger zufrieden geben. Nun, man kann dieses Lohngefälle mittels einer Software kontrollieren - natürlich auf freiwilliger Basis - aber was macht man eigentlich, wenn in der überprüften Firma nur Frauen arbeiten? Die Software nicht ausreichend differenzieren kann oder so eine Auswertung auf taube Ohren stößt? Nichts halt, man nimmt es hin. Oder ignoriert es, wie man anhand der nicht vorhandenen Kommentare sieht. Man könnte auch dieses Interview lesen, das ebenso sang- und klanglos untergeht. 

Nun könnte man denken, was geht mich die Schweiz an? Falsch, denn was nutzen Grundsätze und Vorgaben, wenn sie niemanden interessen und nichts passiert. Es geht darum, die existierenden Probleme in das Bewusstsein der Menschen - Männer wie Frauen - zu bringen und das weltweit.

Andererseits ist mir die Sache mit dem libyschen Handelsembargo für die Schweiz nicht ganz klar, schließlich teilen beide Länder doch scheinbar eine gewisse Mentalität und sind augenscheinlich der Meinung, Frauen gehören hinter den Herd, haben sich um die Kinder zu kümmern und wenn sie dann unbedingt arbeiten wollen, müssen sie für gleiche Arbeit, weniger Geld in Kauf nehmen. So ist das eben. 

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Donnerstag, 4. März 2010

Ruhr2010: Das Kulturhauptstadtjahr in Bochum

Das Ruhrgebiet steht dieses Jahr im Mittelpunkt des kulturellen Interesses. Gut, so ist das öfter mal, wenn man mittendrin wohnt, aber etwas anders ist es als Teil der Kulturhauptstadt 2010 schon: Die Vielfalt der Angebote und Veranstaltungen ist überwältigend, fast schon erschlagend - und leider auch etwas unübersichtlich. Es gibt einfach keine vernünftigen Webseiten oder übersichtlichen Informationen, die alles nett und sortiert bündeln.

Zumindest für und in Bochum hat man sich darüber Gedanken gemacht und daher übersichtlich und nutzerfreundlich, wie ich es liebe, sortiert. Herausgekommen ist eine Webseite.


Im Bereich Progamm kann man sich - je nach Interesse - die einzelnen Kategorien raussuchen, während unter Aktuell die aktuellen Veranstaltung und Events gelistet werden.

Sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, mir das Programmbuch und den Kalender speziell für Bochum runterladen zu können.


Unsere, hoffentlich, zahlreichen Besucher finden bestimmt eine Anlaufstelle, denn die lokalen Ruhr.Visitorcenter werden übersichtlich erwähnt und im Bereich Tourismus weitere Angebote, wie Übernachtungsmöglichkeiten, Erlebnisstätten - ein merkwürdiges Wort - oder auch Stadtführungen angeboten.

Der Menüpunkt Kulturentdecker lockte mich an und enttäuschte mich nicht, denn dabei entdeckte ich nicht nur ruhrmenue.de, sondern auch bekannte und unbekannte, kulinarisch interessante Möglichkeiten - und natürlich ist unser Lieblingsgrieche, das Yamas, auch dabei.


Fazit: Bisschen spät, aber immerhin - daher reinschauen, informieren & nichts wie hin.

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Mittwoch, 3. März 2010

nicht ohne wortbestätigung.

Tja, ich habe es versucht, eigentlich habe ich es ohne versucht, nämlich ohne Wortbestätigung. Diese funktioniert anscheinend nicht immer, daher habe ich die letzten 24 Stunden Kommentare ohne Wortbestätigung zugelassen, weiterhin mussten aber alle Kommentare durch mich freigegeben werden.

Das Ergebnis:
Ich erhielt unzählige Mails in allen erdenklichen Sprachen - allesamt Spam, daher habe ich mir erlaubt, die Wortbestätigung wieder zu aktivieren.

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verlorene worte: schlingel

Nachdem wir den Rabauken bereits abgehandelt haben, folgt nun der Schlingel.

Der Duden sagt, Schlingel stehe scherzhaft für übermütiger Junge bzw. freches Kerlchen. Der Schlingel ist, meiner Meinung nach, dem Rabauken durch seine weniger rabaukenhafte Art und seinen unbestreitbaren Charme überlegen. Für mich tendiert der Strolch in die gleiche Richtung wie der Schlingel.

Im Gegensatz zum Wort Strolch ist die Herkunft des Wortes Schlingel geklärt:

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, nämlich im 15. Jahrhundert, gab es im Niederdeutschen die Bezeichnungen Schlüngel, Schlingel bzw. Slungel, die so etwas wie einen Müßiggänger bezeichnen - auch so ein schönes Wort, das ich mir vorsorglich notieren sollte.

Die niederdeutschen Bezeichnungen gehen auf das mittelhochdeutsche Verb slingen zurück. Slingen bedeutet so viel wie schleichen, schlendern, sich winden oder auch kriechen. Daraus wurde im Laufe der Zeit unser Schlingel, der gerissen ist und Streiche ausheckt.

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PS. Übrigens, der Plural von Schlingel lautet ebenfalls Schlingel, also ein Schlingel, fünf Schlingel ...

Dienstag, 2. März 2010

kreativ, kompetent & bescheiden.

Angeregt durch eine Umfrage des Berufsverbands der Kommunikationsdesigner (BDG) fragte Iwo Randoja am 19.02.2010 in einer Umfrage, wie es denn um das Einkommen des deutschen B2B-Texters steht. Natürlich habe ich teilgenommen, harrte gespannt auf die Ergebnisse - und heute sind sie online:


Die Erkenntnisse müssen sich vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, nicht unbedingt repräsentativ zu sein, aber aussagekräftig sind sie allemal. Der durchschnittliche Texter ist Freiberufler und verdient zwischen 10.000 und 30.000 Euro im Jahr, was dem deutschen Durchschnittsverdienst entspricht. Die ausführlichen Umfrage-Ergebnisse kann man hier nachlesen.

Woran liegt das? Werden Texter schlicht zu schlecht bezahlt? Krisenzeiten? Mangelnde Unternehmerfähigkeiten? Schlechte Positionierung?

Schaue ich mich bei mir und in meinem Umfeld um, kann es kaum an fehlender Motivation und Kompetenz liegen. Die meisten verfügen über ein Hochschulstudium, Agentur- oder anderweitige Berufserfahrung, sind somit mit allen notwendigen Qualifikationen ausgerüstet, die für den Job erforderlich sind. 

Ich frage ich mich, ob es daran liegt, dass die einzelnen Berufe nicht geschützt sind, sich jeder Texter nennen kann, was natürlich vorteilhaft, aber nicht frei von Gefahren ist - schwarze Schafe gibt es in jeder Branche und schreiben kann doch jeder. Eine Schwierigkeit, der sich viele Berufe stellen müssen und die schon mal ernüchtert.

Fakt ist, viele Menschen verstehen nicht unbedingt, warum sie fachliche Leistungen ordentlich bezahlen sollen - schließlich lernen wir alle Deutsch, die Rechtschreibung wird automatisch durch entsprechende Programme geprüft und schreiben kann eben jeder. Mit diesen Problemen haben aber nicht nur Texter, sondern zum Beispiel auch Grafiker zu kämpfen - und denen man fundierte Argumente entgegensetzen kann.

Wie mache ich es?

Um als Texterin - egal, ob als Werbetexterin im Bereich Print oder Web - (materiell) erfolgreich zu sein, kombiniere ich verschiedene Fähigkeiten und Interessen. Viele kleine Dinge, die ineinandergreifen - zu viele, um sie hier ausführlich zu listen, aber die Kernaussage ist ganz klar: 

Ich arbeite zuverlässig, professionell und gut - und bin jeden einzelnen Cent wert.

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