Donnerstag, 30. April 2009

Umfrage zur sprachlichen Qualität von Zeitungen

Texte sind wichtig, noch wichtiger sind aber die Verständlichkeit der Worte, die Freude beim Lesen und die Korrektheit der Texte. Tageszeitungen lesen wir fast alle mehr oder weniger häufig - ich lese derWesten.de, wo ich so manchen Fehler finde. 

Durch die Finanzkrise und sinkende Auflagen wird an allen Ecken und Kanten gespart, was leider allzu oft auf Kosten der professionellen Texte geht; so werden zum Beispiel viele Texte - auch im Internet - von Studenten und Praktikanten geschrieben, da Profis angeblich zu teuer sind, was nicht einmal stimmt und die Qualität der geschriebenen Informationen oft beeinträchtigt.

Leser von Tageszeitungen können nun verdeutlichen, wie wichtig die sprachliche Qualität der Artikel ist und durch diesen Test ihre Meinung mitteilen, also in ihrem eigenen Sinne mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Professioneller Textarbeit mehr Anerkennung verschaffen, ebenso die Relevanz der Sprache in Tageszeitungen beurteilen und vielleicht durch die gewonnenen Ergebnisse Veränderungen bewirken.

Die Umfrage geht schnell, es ruft niemand an und Ihr gewinnt auch keine Waschmaschine, daher bitte mitmachen!

wortfeilchen

Mittwoch, 29. April 2009

Verlorene Worte: Tülle

Doro brachte mich auf die Idee doch einfach mal zu fragen, wer spontan erklären kann, was eine Tülle ist - natürlich ohne Google oder ähnliches zu bemühen.

Na, was ist eine Tülle?

wortfeilchen

Dienstag, 28. April 2009

Verlorene Worte: Ja, wie heißt es denn nun?

Ich habe einen neuen Kunden, der Reinigungsmittel und -utensilien herstellt und vertreibt. Derzeit sind wir im Briefing und erstellen ein Konzept. So weit, so gut - aber ein Problem gibt es doch: Es gibt diese kleinen Geräte, mit denen man überflüssiges Wasser von Glasscheiben, Spiegeln und Fliesen abziehen bzw. schieben kann, nur wie heißt das Teil eigentlich offiziell?

Ich habe mein Umfeld befragt und hier im Pott ist es eine Gummiflitsche oder schlicht Flitsche, aber weder der Duden noch Google kennen es in dem Zusammenhang.
Also bin ich die Tage in den Baumarkt und durch einige Kaufhäuser gegangen, aber das Ergebnis ist spärlich, denn sie heißen dort Abzieher, Badezimmerwischer, Wasserschieber, Gummiwischer oder Duschabzieher - und klar, auch hier streikt der Duden mehr oder weniger, daher meine Frage: Wie heißt das Teil denn nun wirklich?

wortfeilchen

Freitag, 24. April 2009

Yamas in Bochum

Vielleicht erinnert Ihr Euch? 2007 gab es in Bochum ein griechisches Restaurant, das mir mehr als gefiel. Leider schloss der Laden und erst dieses Jahr eröffnete, gleich um die Ecke vom Büro ein neuer Grieche, das Yamas.
 
Ich mag das Land, die Mentalität, die Männer und das Essen, also habe ich mich mit Anja, der weltbesten Freundin, aufgemacht, um das Yamas zu testen:
 
Die Einrichtung ist dezent und stilvoll, das Essen besteht aus traditionellen griechischen Leckereien, die so gar nichts mit dem leider oft bekannten Gyros-Pommes-Kram zu tun haben. Hier gibt es wahre griechische Küche in Form von Mezédes, was vielleicht an eine deutsche Automarke erinnert, aber weit gefehlt ist, denn es handelt sich um verschiedene Gerichte in kleinen Portionen, so dass man sich quer durch die Karte essen kann. Und die Karte hat es in sich, denn mich erinnert die Auswahl immer an Urlaub in Griechenland und es schmeckt auch genauso gut!
 
Mittlerweile fanden auch ein paar Texttreff-Textinen-Treffen im Yamas statt, denn es liegt gut erreichbar und zentral in Bochum, und wir kommen alle wieder, ergo: Auf ins Yamas - wir sehen uns dort sicher.
 
wortfeilchen

Mittwoch, 22. April 2009

Magister Artium oder Master of Arts

Das Kürzel M.A. benennt meinen Beruf. Es hängt in meiner Signatur und veranlasst anscheinend zu Fragen. Manche Menschen glauben mir sogar nicht, wenn ich als Beruf Magistra Artium angebe, weil es das gar nicht gibt. Weiche ich auf Philologin aus, erblicke ich meist nicht weniger Fragezeichen in den Augen meines Gegenübers. Andere erklären mir, ich wäre wahrscheinlich eine Master und einer nannte mich in Abwandlung sogar Mistress.

Übersetzt man beide Titel, kommt man zu dem Ergebnis, dass beide Meister sind. Beides sind ebenfalls akademische Grade, die M.A. abgekürzt werden - aber der Unterschied liegt im Detail:

Während der Magister bereits seit dem Mittelalter gang und gäbe ist, gab es bis vor ein paar Jahren den Master lediglich als akademischen Grad in Großbritannien und den USA. Gab, denn vor ein paar Jahren wurde er als Ersatz des Magisters in Deutschland eingeführt.

Einen Master kann man nach ein, maximal zwei Jahren erlangen, also ungefähr die Zeit, die ein Magister braucht, um lediglich das Grundstudium zu absolvieren.

Meine Regelstudienzeit betrug 14 Semester, wovon ich - trotz intensiver Ausübung studentischer Nebentätigkeiten - lediglich 12 benötigte, aber in der Zeit - im Vergleich zu vielen anderen Studienfächern - unendlich viele Scheine erarbeitet habe. Ist es daher verwerflich, wenn ich es nicht mag, als Master bezeichnet zu werden und den Abschluss als Geselle tituliere?

wortfeilchen

Rechnen müsste man können!

Sprachen und Worte sind meine Welt, aber was mache ich, wenn Zahlen dazu kommen?
Ich habe ein Rezept, das allerdings für ein ganzes Dorf ausgelegt ist, aber ich will lediglich 500 Gramm Mehl verarbeiten.
Wie komme ich bitte auf die Mengenangaben für 500 Gramm Mehl - oder besser, wie lauten diese?
Das Originalrezept:
  • 10,000 kg Weizenmehl Type 550
  • 0,150 kg Hefe
  • 7,200 l Wasser
  • 0,230 kg Salz
wortfeilchen

Dienstag, 21. April 2009

manchmal ist einfach der wurm drin!

Es begann am Wochenende: Mein Computer fuhr im Schneckentempo hoch. Für mich ein Warnsignal, also nach Viren, Trojanern und sonstigem Getier gesucht. Nichts zu finden. Weiter gesucht, ob eine Festplatte Probleme hat oder macht. Inzwischen bildeten sich auf meiner Stirn kleine Schweißperlen, weil ich die Befürchtung hatte, eine Festplatte könnte kaputt sein und ich müsste das ganze System neu aufsetzen. Zum Glück keine Funde oder Probleme zu vermelden.
 
Nachdem ich die Hardware optisch kontrolliert habe, wie es mir der Admin meines Vertrauens beigebracht hat, war ich mit meinem Latein am Ende und machte mich mutig daran, besagtem Admin eine Mail zu schreiben, der netterweise gleich anrief. Er hat zum Glück per VNC Zugriff auf meinen PC und ziemlich schnell war klar, es kann nur mein Brenner sein, der zwar reagiert, aber vom System nicht erkannt wird. Große Erleichterung, denn ein neuer Brenner ist halb so wild.
 
Am Abend wollte ich noch ein wenig fernsehen, aber mein TV machte nicht mit und gab nach etlichen Jahren den Geist bzw. seine Bildröhre auf. Nun heißt es einen neuen Fernseher kaufen. Da ich relativ selten vor der Glotze hänge, muss es kein Plasma-TV sein, aber ein LCD wäre schon schön - aber welcher?
 
Immer diese Entscheidungen!
 
wortfeilchen
 
PS: Mal schauen, ob es eine Serie ist und weitere Dinge aufgeben ...

Montag, 20. April 2009

Thilo Baum, der Papst & ich

Tja, das kommt davon, wenn man ausnahmsweise mal an einem Rätsel teilnimmt - man gewinnt überraschenderweise auch noch etwas!
 
Genau das ist mir passiert. Nur, weil ich weiß, wem der Papst Ostern urbi et orbi wünscht. Und dann auch glatt den ersten Platz belegt. Gut, wenn ich die Geschichte der Verlosung lese, habe ich einfach Glück gehabt und deswegen gleich den armen Thilo Baum um den Preis für den zweiten Platz gebeten. Wie? Ich drücke mich unklar aus? Na, dann einfach hier nachlesen.
 
Nun kam Samstag per Post ein wunderbar druckfrisch duftendes Buch an - danke! Aber nun hat Thilo Baum ein weiteres Problem, denn ich werde es auch noch lesen - und vielleicht darüber berichten. Das erste Durchblättern hat nämlich nicht nur mein Grinsen, sondern auch meine Zustimmung hervorgebracht.
 
Der Lerneffekt? Das kommt davon - so oder so.
 
wortfeilchen

Freitag, 17. April 2009

Ich zwitscher mir einen!

Nein, ich ergebe mich nicht dem Suff (warum auch?), sondern habe mich bei Twitter angemeldet - was gar nicht so einfach war, da die Twitter-Seite anscheinend öfter völlig überlastet ist.
 
Dann habe ich ein nettes, kleines Tool gesucht, um fleißig lesen und schreiben zu können - was auch nicht so einfach war, weil die Applikationen so verschieden sind. Nun ist es Twitterfox geworden, der sich wunderbar in meinen Firefox schmiegt und auch noch schlicht, übersichtlich und einfach zu bedienen ist.
 
Fragt sich nur, was ich jetzt zwitschere und warum?
 
wortfeilchen

Donnerstag, 16. April 2009

Hasse ma Zeit?

Zeitnot bestimmt das Leben der meisten Menschen - Zeit zu untersuchen, warum das so ist!

Genau das hat die Soziologin Nadine Schöneck getan und, wie ich finde, erstaunliche Ergebnisse herausgefunden: So hat ihre Untersuchung ergeben, dass wir gar nicht so gestresst sind, wie wir eigentlich denken! Im Gegenteil, die Aussage, dass man gar keine Zeit habe, scheint eine unbewusste Lüge zu sein, die sich eingebürgert hat, denn wer wichtig ist, hat keine Zeit. Keine Zeit zu haben hat sich zum Statussymbol entwickelt.

Ja, ich weiß, das muss man erst einmal sacken lassen, aber die aufgeführten Beispiele zeigen sehr anschaulich, an der Theorie ist was dran: Die meisten Menschen würden einen Arzt misstrauisch beäugen und vielleicht sogar seine Kompetenz anzweifeln, wenn man problemlos und in kürzester Zeit einen Termin erhalten würde. Kann ein Arzt gut sein, wenn er nicht viel zu tun hat? Ich finde, klar, er kann, aber mit dieser Meinung bin ich wohl ziemlich allein.

Interessant, wer unter notorischer Zeitnot leidet oder diese zumindest verkündet, soll sozial unauffällig und angepasst sein. Auch so eine Sache, die stimmen könnte, andererseits, wer will schon immer angepasst sein und mit der Herde trotten?

Die Lüge, man habe keine Zeit, kann man aber auch andersrum auslegen: Wenn ich sage, ich habe keine Zeit und bin völlig gestresst, kommt niemand auf die Idee mir zusätzliche Arbeit aufzubürden und ich kann in Ruhe entspannen. Aber ich habe auch keinen Job, der mich nervt oder stresst, im Gegenteil I love what I do und drücke mich nicht vor unangenehmen Aufgaben, weil ich sie kaum kenne.

wortfeilchen
PS: Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.

Mittwoch, 15. April 2009

Griechische Nachtvögel ...

... oder warum man Eulen nach Athen trägt.

Wenn man eine richtig überflüssige oder unsinnige Sache macht bzw. vorschlägt, sagt man: Trag doch keine Eulen nach Athen!

Warum eigentlich?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, nämlich im alten Griechenland begab es sich, dass Aristophanes ein sehr satirisches Werk mit dem Titel Die Vögel verfasst. Darin machte er sich über Athen und seine Bewohner lustig.

 
Eulen symbolisieren Klugheit, denn sie sehen auch im Dunkeln, und vor allem standen Eulen für die Göttin Athene, die passenderweise die Schutzgöttin Athens war. Eine Eule zierte auch die Silbermünzen Athens und da Athen ein reiche Stadt war, also nicht nur viele lebendige Eulen dort ansässig waren, sondern auch viele Eulen in Form von Münzen besaß, war es insgesamt unsinnig weitere Eulen nach Athen zu bringen.

Abwandlungen der Sprichwortes gibt es auch, so zum Beispiel Krokodile nach Ägypten bringen, Bier nach München bringen, Kohle nach Newcastle tragen oder Holz in den Wald tragen.

wortfeilchen

Mittwoch, 8. April 2009

Einfach mal ausloggen ...

... und das Leben da draußen mit netten Menschen genießen!

Wie jetzt?

Einfach mal hier klicken!

wortfeilchen

PS: Gefunden bei Biggi.

Dienstag, 7. April 2009

Männer, Frauen & die (Finanz-) Krise

Ein Artikel, der mit folgenden Worten beginnt, kann nur richtig gut werden:

Hochmut kommt vor dem Phall

Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise der Männer. Im Ernst: Wäre Frauen der ganze Mist passiert?

Das Schlimmste an der Krise ist, dass sie so langweilig ist. Immer noch sieht man in den Nachrichten lauter Männer in knitterfreien Anzügen, die unbeirrt knitterfreie Textbausteine vortragen. Marktbereinigung, wird schon wieder, blablabla.

(Quelle: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28502/2/1#texttitel)

Der komplette Artikel macht einfach nur Spaß und ist besonders schön, weil die süffisante Schreibe einem Mann, Hermann Droske, gehört. Daher looos - hier lesen!

wortfeilchen

Montag, 6. April 2009

Nachmacher! Nachmacher!

Eigentlich hätte es Tina klar sein müssen - ich stehe auf solche Spielchen - darum hier meine Ergebnisse:




wortfeilchen

PS: Wie das geht? Ganz einfach hier klicken!

Freitag, 3. April 2009

Spannend oder nervig?

Wie man ein Stückchen weiter unten sieht, habe ich heute ein Video von YouTube eingebettet. An sich kein Problem und kein Grund zur Verwunderung, wenn sich Firefox und IE nicht in der Darstellung unterscheiden würden:


Dank Doro habe ich erfahren, dass der IE anpasst, Firefox aber nicht, also die Grafikerin meines Vertrauens gefragt, was ich tun könnte? Schlau und schnell rechnete sie um, ich änderte das Höhen- und Seitenverhältnis und nun sieht das Ganze doch viel besser aus, oder?

Wrong



Endlich wieder ein neuer Song, der mich völlig begeistert! Danke!

wortfeilchen

Donnerstag, 2. April 2009

Xtra grosse (Oster-) Eier

Liebster Anbieter in Magenta,

da hast Du schon eine Frau an Deiner Seite, die versiert ist und bereits öffentlich erklärt hat, dass sie sich gerne um Deine Texte kümmert - und was machst Du? Du schickst mir eine Mail, die den Betreff Xtra grosse (Oster-) Eier hat. Ich bin enttäuscht und betroffen.
 
Nicht nur die extra-großen Eier machen mir Gedanken, denn solch anzügliche Bemerkungen bin ich von Dir einfach nicht gewohnt; auch die falsche Rechtschreibung sagt mir ganz und gar nicht zu.
 
Warum schreibst Du im nächsten Satz unpassenderweise gleich, dass Du noch viel mehr zu bieten hast? Welch ein Bild vermittelst Du den Empfängern Deiner Mails?
 
Du bist mein Liebster, der nicht einmal weiß, dass man groß mit ß schreibt. Die halten Dich nachher noch für imkompetent und dumm! Dabei bist Du doch nicht wirklich dumm, Du verkaufst Dich nur ein wenig schlecht und wählst Deine dienbaren Geister zu unbedacht!

Ach herrje, wie kann ich den Gedanken ertragen, dass mein Auserwählter so dumme Handlungen vollzieht? Und nun versuchst Du auch noch witzig zu sein. Sorry Schatz, der ging daneben, aber gründlich.

wortfeilchen

Mittwoch, 1. April 2009

Miefende Tacken

Geld stinkt nicht - haben wir alle schon einmal gehört oder gesagt - warum eigentlich?
 
Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, genauer im 1. Jahrhundert von Christi Geburt, erging es dem römischen Kaiser Flavius Vespasianus wie uns derzeit - eine Krise mit Geldknappheit machte die Runde. Flavius fackelte nicht lange und verordnete - wie es auch heute viele Staaten machen - eine neue Steuer, um so den Staatshaushalt zu sanieren. Eine Abgabe auf die Benutzung öffentlicher Toiletten wurde eingeführt.

Jemand, möglicherweise sein Sohn Drusus, fragte nach einem Grund, woraufhin ihm sein Vater frisch eingenommenes Geld unter die Nase hielt und sagte: Pecunia non olet - Geld stinkt nicht! Ergo ist es egal, woher Geld kommt, denn man merkt es dem Geld nicht an, wie es verdient wurde, hauptsache man hat es!
 
wortfeilchen
 
PS: Vielleicht stinkt Geld eher selten, überträgt aber ungemein viele Bakterien, Viren und sonstiges Getier ...