Donnerstag, 31. Januar 2008

Wortfeilchen auf dem Kriegspfad?

Ich mag nicht nur Statistiken, sondern auch Tests - egal, ob sie sinnvoll oder ernst zu nehmen sind. Wissenstests machen ebenso viel Spaß, wie IQ-Tests oder wer/wie/was-bin-ich-Tests. Aus Hamburg bekam ich einen Link für einen IQ-Test, den ich dann auch gleich gemacht habe.

Das Ergebnis könnte schlimmer ausfallen:

Sie sind außergewöhnlich sprachbegabt. Ihr hochentwickeltes Sprachzentrum verarbeitet komplexeste Sachverhalte und deckt jeden auch noch so verborgenen Sinn dahinter zuverlässig auf. Dabei lösen Sie Probleme außergewöhnlich kreativ - Sie sind ein Visionär, ständig fliegen Ihnen neue und phantasievolle Ideen zu.

Sie sind vom Stamme der Vokabelkrieger. Dabei ist Ihr riesiger Wortschatz Ihre größte Stärke. Sie sind in der einzigartigen Position, Situationen und Dinge originell zu beschreiben und die Zukunft vor Ihrem inneren Auge durchzuspielen.


wortfeilchen

Dienstag, 29. Januar 2008

Französische Frösche sind gelb ...

... oder warum gibt es das Gleiche bzw. dasselbe in Grün?

Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, genau gesagt 1924 begann Opel das erste Auto am Fließband zu produzieren. Es war der Opel 4/12 PS, ein kleiner, offener Zweisitzer. Im Volksmund wurde er Laubfrosch genannt, weil er - im Gegensatz zu den damals üblichen schwarzen Autos - grün war. Allerdings war der Laubfrosch bis auf einen kleinen Unterschied am Kühlergrill eine identische Kopie des 5CV von Citroen. Da das französische Vehikel des kleinen Mannes in Frankreich zitronengelb war, prägte sich der Spruch: Das Gleiche in Grün.

Unterscheidet sich eine Sache nur in einem klitzekleinen Detail von einer ansonsten identischen anderen, sagen wir auch heute noch das Gleiche in Grün.

wortfeilchen

Samstag, 26. Januar 2008

Verregnete Wochenenden

Tja, irgendwie passiert es immer wieder: Während der Woche lacht die Sonne, am Wochenende schifft´s. Wirklich? Und wenn ja, warum?

Es ist anscheinend keine subjektive Wahrnehmung, sondern wissenschaftlich belegbar.
Die Vermutung: Aerosole, Gemische aus Schwebeteilchen wie Ruß- und Sulfatpartikeln, also Feinstaub von Autos, Kraftwerken und der Industrie wird werktags vermehrt in die Luft geblasen. Am Wochenende findet man einfach nicht so viel Feinstaub in der Atmosphäre. Aerosole reflektieren das Sonnenlicht, Wasserdampf lagert sich an ihnen ab und so erzeugen sie einen Kühleffekt. Je mehr Aerosole, je mehr Wolken und je mehr Regen.

Der Mensch beeinflusst das Wetter anscheinend auch kurzfristig und am Wochenende erholt sich die Atmosphäre und reinigt die Luft - mit Regen.

wortfeilchen

PS: Gruß an Matthias Steinwachs. ;-)

Donnerstag, 24. Januar 2008

Milky myths

Milch macht müde Männer munter klingelt es seit den 1950ern in unseren Ohren, heute gibt es Milch-Werbung mit milchbartgeschmückten (Semi-) Prominenten. Was ist dran an der Milch?

Milch enthält eine Menge guter Dinge: fast alle wichtigen Aminosäuren, Kalium, Magnesium, Jod, fettlösliche Vitamine und mehr Kalzium als jedes andere Lebensmittel. Der durchschnittliche Deutsche liegt mit einem Verbrauch von ca. 85 Kilogramm an Frischmilcherzeugnissen pro Jahr weltweit vorn.

Menschen, die in Regionen leben, wo es seit damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, Kühe gehalten werden, also auch Milch trinken, vertragen 80% der Bevölkerung diese auch prima. Anders in Teilen Asiens und Afrikas, wo nur 1% der Bewohner Milch problemlos verträgt. Nur 15% der Deutschen vetragen keine Milch und leiden somit an Laktose-Intoleranz. Was aber so gar nichts mit einer Allergie gemein hat; sie können lediglich ein bestimmtes Enzym in der Milch nicht spalten. Wobei Bestandteile von Milch meist schwer vermeidbar sind, findet man sie doch, wo man sie gar nicht vermutet; z.B. in Tabletten, Zahnpasta, etc..

Interessanterweise hilft Milch, bzw. das Eiweiß in ihr, nicht gegen Osteoporose, denn in Asien, Afrika und Lateinamerika - wo traditionell nicht viel Milch getrunken wird - tritt Osteoporose seltener auf. Hier wird der Bedarf durch pflanzliche Stoffe gedeckt, was anscheinend prima klappt. Aber: Diese Menschen leiden nicht so oft an Zivilisationskrankheiten wie wir, weil sie sich meist mehr bewegen und durch die höhere Sonneneinstrahlung mehr Vitamin-D verarbeiten. Die Milch hat damit also nichts zu tun.

Militante Milchgegner geben der Kuhmilch die Schuld an vielen Krankheiten. So würde Milch das Krebsrisiko erhöhen und ebenso die Risiken für Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Stimmt nicht so wirklich, aber so ganz genau weiß das die Forschung auch noch nicht. Jedenfalls gibt es Seiten wie http://www.milksucks.com ....

Was auf jeden Fall bewiesen ist: Milch macht munter, denn direkt nach dem Trinken ist sie durch ihr Eiweiß, ihren Zucker und mehr ein Notfall-Energiespender.

wortfeilchen

Sonntag, 20. Januar 2008

Dicker Osten - schlanker Westen

Ja, es gibt Studien und Statistiken, die braucht kein Mensch, aber interessant sind sie dennoch:

Eine Men´s Health Studie untersuchte quer durch Deutschland ca. 20.000 Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren und wollte herausfinden, wo die dicksten Deutschen leben. Der BMI sagt nicht so viel wie der Bauchumfang aus, daher wurde dieser gemessen. Insgesamt gesehen sind die Deutschen zu dick, aber anscheinend leben in Ostdeutschland die dicksten Deutschen.

Der durchschnittliche Bauchumfang des deutschen Mannes beträgt 96,97 Zentimeter, aber die Jungs in Thüringen bringen es sogar auf 98,27 Zentimeter. Es folgen die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern und kurz danach Sachsen-Anhalt mit 97,95 Zentimetern. Rostock und Magdeburg haben mit 97,03 und 96,97 Zentimetern die dicksten Männer. Der Hamburger mit durchschnittlich 94,81 Zentimetern ist zwar schlanker, aber ab 93 Zentimeter steigt für Männer das Risiko von Infarkten und Diabetes, aber 102 Zentimetern wird es lebensgefährlich.

Den deutschen Damen geht es nicht viel besser, denn auch hier liegt Thüringen mit 87,10 Zentimetern vorne, der Rest des Ostens folgt. Frauen aus Erfurt und Halle sind mit 85,85 und 85,79 Zentimetern die dicksten Frauen Deutschlands. Frauen, die in Hamburg leben, zeigen zwar eindeutig bessere Ergebnisse, aber auch hier sind es 83,63 Zentimeter. Da es ab 80 Zentimeter gefährlich und ab 88 Zentimeter lebensgefährlich wird, besteht auch hier Handlungsbedarf.

Insgesamt gesehen ergab die Untersuchung, dass die Landbevölkerung - im Gegensatz zu Städtern - durchgängig dicker ist.

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Freitag, 18. Januar 2008

Es wackelt im Glas

Meine liebe Freundin S. brachte mir ein Wort mit: Miegewippe; wobei jedoch keiner von uns beiden genau wusste, was das denn nun sein soll, also begab ich mich auf die Suche und wurde fündig:

Die Miegewippe setzt sich zusammen aus dem Verb miegen und dem Substantiv Wippe. Miegen bedeutet in Westfalen schiffen, regnen, pinkeln oder urinieren. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob da nicht ein Zusammenhang zu dem jüdischen meimeln bzw. majemen oder majim vorhanden ist, was in der Bedeutung gleich ist. Was eine Wippe ist, wissen wir natürlich alle. Die Kombination von miegen und Wippe bezeichnet also eine Schiffschaukel.

Oder im ostwestfälischen Raum auch einen lauwarm gewordenen Getränkerest in einem Glas, der im Ruhrpott dem Nüsel entspricht, was anderswo auch die Reste eines gegessenen Apfels benennt. Wie das allerdings zustande gekommen ist, ist mir schleicherhaft.

wortfeilchen

Mittwoch, 16. Januar 2008

Der Wahnsinn mag keine PCs ...

... oder Geisteskranke schreiben keine E-Mails. Was das für ein komischer Titel ist?

Ganz einfach: Amerikanische Psychologen haben E-Mails und Briefe an US-Kongressabgeordenete untersucht und festgestellt, dass geisteskranke Menschen klassische Medien wie Briefe bevorzugen. Die Untersuchung mit dem sagenhaften Titel
A Comparison of Email Versus Letter Threat Contacts toward Members of the United States Congress fand heraus, dass E-Mail-Schreiber sehr viel seltener Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigen als frustrierte Briefeschreiber. Wer E-Mails schreibt, konzentriert sich in erster Linie auf Themen, die im Zusammenhang mit der Regierung stehen, nutzt aber weitaus seltener obzöne Ausdrücke und schreibt unorganisiert. Menschen, die Briefe schreiben konzentrieren sich intensiv auf den Adressaten, verfassen sehr viel längere Texte als motzende E-Mail-Schreiber und zeigen sehr viel öfter Anzeichen einer Geisteskrankheit.

Hm, anscheinend habe ich noch keinem US-Kongress-
abgeordneten eine Mail geschrieben, die können nämlich enorm lang werden und weisen eine erschreckende Strukturiertheit auf.

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Freitag, 11. Januar 2008

Äser, Grüfte & Co.

Es gibt Pluralformen, die erscheinen - und klingen - merkwürdig. Fragt mal Eurer Umfeld, wie der Plural von Aas lautet? Die Vielfalt der Antworten ist enorm und meist auch amüsant.

Bei manchen Worten ist lediglich ein Plural korrekt. So gibt es keine Gruften, keine Grufts oder Grufte, sondern Grüfte. Anders sieht es beim Aas aus: Die Mehrzahl von Aas kann nämlich Aase und Äser sein. Der Profi spricht von zwei Aasen, während umgangssprachlich meist von Äsern gesprochen wird. Genauso sieht es mit dem Plural des Krans aus. Die meisten Menschen werden aus einem Kran zwei Kräne machen, während der Profi von zwei Kranen spricht. Es gibt, dank neuer Rechtschreibung zwar Kommas und Semikolons, aber ich kenne kaum jemanden, dem das ohne Nebenwirkungen gelingt, und der nicht weiterhin Kommata und Semikola sagt.

wortfeilchen

PS: Wenn jemand zufällig einen sinnvollen Plural von Rosenkohl kennt, möge er/sie/es sich bitte bei mir melden!

Sonntag, 6. Januar 2008

Monatsnamen - Januar

Der erste Monat unseres Jahres hat eine vollkommen reine und eine leicht schlüpfrige Bedeutung.

Der Begriff kommt von dem lateinischen Januarius, was wieder auf den Gott Janus/Ianus zurückgeht.
Das Hochfest des Janus, das Agonium, findet am 9. Januar statt. Janus ist einer der ältesten römischen Götter und hat, anders als die meisten anderen Götter, keine griechische Entsprechung. Darstellungen zeigen ihn meist mit einem doppelten Gesicht - eins schaut zurück, eins vorwärts - er ist zweigesichtig. Ursprünglich war er, ähnlich wie Jana oder Diana, ein Licht- und Sonnengott, aber im Laufe der Zeit wurde er zum Gott allen Ursprungs, zum Vater aller Dinge. Seine Aufgabe ist vergleichbar mit dem Job von Petrus, dem Schlüsselmeister der Himmelspforte: Janus ist der Pförtner, der diensthabende Wächter oder schlicht der Hausmeister. Das englische Wort janitor bezeichnet heute noch diese Tätigkeit. Janus ist der Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Sein Name geht auf das lateinische Wort ianua, der Bezeichnung für Türen und Tore, zurück.

Die ianua caeli, die Himmelspforte oder Schwelle des Himmels, ist doppeldeutig, denn sie symbolisiert auch die Eingangs- bzw. Ausgangstür einer Kirche und somit den Anfang, Geburt, und das Ende, Tod, des Lebens oder auch den Himmel und die Hölle.

Die ianua diaboli, der Gegensatz zum Himmelspforte, ist das Tor, durch das der Teufel eintritt. Womit wir bei der nächsten Deutung sind, denn die ianua caeli bezeichnet ebenfalls die Himmelspforte einer Frau, die Yoni/Juno/Uni. Yoni ist sanskrit und bezeichnet die weiblichen Geschlechtsorgane. Da diese Vorstellung für die katholische Kirche eher verwerflich und schlecht war, wurde ianua diaboli ein Synonym für Frau.

Immer diese Abfälligkeiten! Dazu fällt mir spontan ein: You are not making many friends!

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Samstag, 5. Januar 2008

Die Wahrheit steht in den Sternen ...

... oder so!

Kaum geht ein Jahr zu Ende oder hat gerade angefangen, werden wir von Horoskopen und Prognosen für das neue Jahr erschlagen. Da ich von Natur aus neugierig und vielseitig interessiert bin, lese ich natürlich auch eine Menge Horoskope. Damit Ihr auch alle wisst, was in den nächsten 12 Monaten auf Euch zukommt, hier ein Link zum Horoskope anhören.

wortfeilchen

PS: Happy Birthday nach Paisley, schöner Mann!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Na, noch nicht ganz da?

Das neue Jahr erlebt seinen zweiten Tag und im Gegensatz zur Silvesternacht, die in Bochum sehr an den Film "The Fog" erinnerte, scheint es ein relativ freundlicher Tag zu werden.

Gerade habe ich meine, noch halbwegs verkaterte, Nachbarin getroffen, die das neue Jahr eindeutig blau begrüßt hat - auch wenn ihr Teint nicht der Farbe entsprach. Der Ausdruck blau sein kommt nicht von ungefähr und es geht, genau wie bei blau machen, um die Blaufärberei.

Damit der Stoff blau wurde, brauchte er Licht, Luft, Pflanzenstoffe, Alkohol und Urin. Ja, richtig Urin! Um alles auf einmal zu schaffen, tranken die mittelalterlichen Färber Unmengen an Schnaps, Bier und was sonst noch Alkohol enthielt und ordentlich Urin produzierte, pinkelten in die Bottiche mit den Pflanzen und dem Stoff und schon waren nicht nur sie blau, sondern auch der Stoff. Weil Alkohol den Körper aber austrocknet, kippten sie fröhlich nach.

So kann´s kommen!

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